Mit gesanglichen Höchstleistungen von Erfolg zu Erfolg
Vom jungen Spund zum „Meistermacher“.
Ando Gouders seit mehr als 30 Jahren in der Erfolgsspur
Von Günther Sander (Journalist) - marginal an die Zeit angepasst durch den Webmaster
Horbach. Er kam, sah (sang) und siegte! Das war im Jahre 1993, als der junge niederländische Chordirektor Ando Gouders aus Kerkrade die Leitung des St. Marien-Gesangvereins Aachen- Horbach übernahm. Von da an ging's bergauf, er machte die Jungs aus dem „Dorf der Sänger“ zu „Meistersingern.“
Mehr als 30 Jahre trägt der Chor nun die Handschrift des sympathischen Leaders. Sechs Mal errang er mit dem Klangkörper seitdem den begehrten Titel „Meisterchor.“ Grandiose Erfolge, die weit und breit kaum ein Chor erringen konnte.
Außerdem hat der Chor einen gut gefüllten Terminkalender, gespickt mit vielen großen Konzertveranstaltungen. Dazu gehören traditionell zwei Auftritte gegen Ende des Jahres im Krönungssaal des Aachener Rathauses und es gibt viele Chorfahrten nach Berlin, Naumburg, Würzburg, Koblenz.
Die großen Verdienste des niederländischen Meister-Dirigenten Ando Gouders sind zu seinem 30-jährigen Jubiläum im Jahr 2023 gebührend gewürdigt worden. Der St. Marien-Gesangverein nutzte im Rahmen einer internen Mitgliederversammlung die Gelegenheit , den Leader für 30 Jahre Dirigententätigkeit Dank zu sagen und auszuzeichnen.
Als der Chor 1993 einen neuen Dirigenten suchte, war man erstaunt, als sich ein 25-jähriger „junger Spund“ für diese Führungsrolle bewarb. Ein bisschen Goethe war auch im Spiel. Ähnlich, wie in dessen Ballade „Der Fischer“, hat es sich auch bei der „Eheschließung“ in Horbach zwischen dem Chor und dem jungen Holländer zugetragen: „Halb zog(en) sie ihn, halb sank er hin!“ Der Bund für eine fruchtbare Zusammenarbeit wurde besiegelt – diese Ehe hält nunmehr seit über 30 Jahren. Die „Hörbericher Jungs“ hatten mit Ando Gouders den richtigen Mann an Land gezogen:
Einen wahren „Maestro.“
Theo Brauers erinnert sich gerne 33 Jahre zurück, denn schon die erste Probe gestaltete sich zu einer „Spitzenleistung“. Das erste Stück, das er den Jungs eingepaukt hatte, sei eine Festkantate von Anton Bruckner gewesen und auch „Das Dörfchen“ von Franz Schubert. Man hatte mit Gouders auf das richtige Pferd gesetzt. Hat er doch diesen Chor zu echten „Meistersingern“ geformt.
Von Jahr zu Jahr eine Steigerung bei den Konzerten. Ein Repertoire, das den Geschmack der Besucher trifft, das unter Gouders Leitung dazu geführt hat, dass mit ihm „sechs“ von dreizehn Meisterchor-Titeln seit 1961 errungen wurden. Mit Supernoten, versteht sich.